Seychellen

Das Wort "Paradies" wird gern verwendet, wenn man von Inseln der Karibik, der Südsee oder des Indischen Ozeans spricht. Die Atmosphäre von sonnenüberfluteten Palmenstränden mit türkisblauem Wasser gemischt mit dem Gefühl im ewigen Sommer angekommen zu sein, führt zwangsläufig an vielen dieser Gegenden sofort dazu, es mit dem Paradies zu vergleichen.

An diesem Ort der Welt jedoch, spürt man die wahre Bedeutung dieses Wortes.

Die Inselgruppe der Seychellen teilt sich auf in die Inneren und Äußeren Seychellen. Während die Äußeren Seychellen sich im Wesentlichen nicht von den Koralleninseln anderer "Paradiese" unterscheiden, ist die landschaftliche Schönheit der Inneren Seychellen einmalig. Zu diesen Inseln gehört die Hauptinsel Mahé, sowie Praslin, Silhouette, La Digue, Curieuse und einige kleinere Granitinseln. Hinzu kommt - es gibt keine Armut, kaum Kriminalität, keine Tropenkrankheiten, keine Wirbelstürme, ganzjährig Tagestemperaturen um die 30 Grad, Regen meistens nachts und weder giftige Schlangen noch Spinnen - aber es gibt sie! Sie werden weder angebettelt noch von fliegenden Händlern verfolgt. Lediglich einzelne Versuche mit ihnen illegal Geld zu tauschen sollten Sie höflich zurückweisen. Die Sache lohnt nicht und ist zudem strafbar.

Ausführlicher Reisebericht:

3 Wochen Inselrepublik im Indischen Ozean 800km nördlich von Madagaskar und 1000km östlich von Kenia sind im Direktflug von Frankfurt in ca. 10h zu erreichen. Denkste! "Air Seychelles? Noch nie gehört! Gibt's die überhaupt?" So war die erste Auskunft vom Bodenpersonal nach meiner Ankunft aus Berlin in Frankfurt. Schließlich wusste eine gelangweilte Dame von der Information: "Maschine startet mit Verspätung, Schalter Nr. x Punkt y öffnet gegen 18 Uhr. Immerhin der Schalter konnte vom 1. Stock des Restaurants beobachtet werden. Schalter blieb auch nach 18 Uhr geschlossen. Wieder zur Infostelle. "Da müssen Sie sich aber beeilen, die Maschine startet um 22 Uhr von Zürich. Sie fliegen um 19 Uhr oder eine Maschine später mit Swissair - dort hinten die Schlange!" "Die letzten werden die ersten sein", dachte ich und schob mich seitwärts in die Schlange. "Wieso dachten alle anderen eigentlich genauso wie ich?" Wir standen jetzt alle so, wie man es sich auf der Autobahn bei Fahrbahneinengungen wünscht - im Reißverschlußsystem. Egal, wir haben die Maschine geschafft. Der Flug dauerte nur 50min und an Bord bekam jeder ein Stück Schokolade. Kurz nach 10 (pm) ging die Boeing 737 in die Luft um eine Stunde später in Rom vor Anker zu gehen. War mir eigentlich klar, dass man für 1000.- € Hin- und Rückflug nicht mit `ner halb leeren Maschine in Mahe' landen kann.

Mahe - Hauptinsel der Seychellen - 27x8 km, 65.000 Einwohner, 67 Strände.
Um 10 Uhr Ortszeit waren alle Unannehmlichkeiten vergessen und wir standen auf der Landebahn des Internationalen Flughafens der Seychellen bei 30/85/26. Nicht die Maße meiner Frau, sondern Luft/Luftfeuchtigkeit/Wasser. Nach der Passkontrolle hatten wir endlich Urlaub, denn von nun an klappte alles wie am Schnürchen! Unser Fahrzeug stand mit Chauffeur ( bei "trauminsel-reisen" incl.) und der netten Dame der Reisevertretung vor Ort, die meine Lieblingssprache beherrschte (deutsch), vor'm Flughafen bereit. Eifrige Helfer hatten eilig unsere Koffer im Fahrzeug verstaut und sich feige vor der Trinkgeldannahme gedrückt. Kopfschüttelnd über solch ein Fehlverhalten bestiegen meine Frau und ich die Gefrierzelle, denn die Seychellois quälen gerne ihre Klimaanlagen.
Nach 30min Fahrt durch kleine Ortschaften und Palmenwäldern waren wir am Ziel: "Jardin des Palmes" in der Ànse à la Mouche. Wer französisch kann, der weiss auch wie man's spricht. Während ich mich noch freundlich von unserem Fahrer verabschiedete, hat heimlich eine Angestellte unsere Koffer die 25 Stufen zur Bungalowanlage hochgeastet. "Wie bei den Indianern", dachte ich erstaunt. Oben angekommen schaute ich erst mal in die Runde und stellte erfreut fest: nur Naturstein, Bambus und Edelhölzer sind hier zum Einsatz gekommen - Klasse! Die 5 Bungalows stehen auf Pfählen oberhalb o.g. Bucht und sind sehr geräumig mit überdachter Terrasse, Meerblick , großem Bad und einer Außendusche mit großem Duschkopf! Herrlich! Das Ding hat bei uns ständig geregnet - den Warmwasserhahn hätte man sich schenken können. Blick in die Minibar: Brot für Männer stand schon kühl. Reden wir jetzt mal nicht über den Preis, schließlich konnte man das Ding leer trinken und "günstig" (2,10 € die 0,28er Pulle Seybrew) beim Krämer schräg über'm Damm wieder nachkaufen. Gruß an alle Selbstversorger! Solche Läden erinnern stark an einen Konsum in der ehemaligen DDR (wer's kennt) und bedürfen reichlicher Zukäufe auf dem alten Markt in Victoria - Hauptstadt der Seychellen. Dort findet man allerdings eine große Auswahl von Fisch, Obst, Gemüse, Gewürzen und weiß der Geier was. Allerdings: Früh fängt man die dicksten Frösche! Ab 5 Uhr morgens geöffnet!
Inselrundfahrt war angesagt - mit deutschsprachiger Begleitung - wirklich hübsch! Für jeden, der die wesentlichen Dinge sehen will und Hand und Fuß, wie ich, als Muttersprache einsetzt, die beste Art die Insel kennen zu lernen. Lecker Essen incl.. Nach kurzer Zeit war ich auch schon im Tee - natürlich auf einer Teeplantage!, habe Drachenblutbäume angefasst, in der "Anse Royale" gebadet und bin mit Frauchen in Victoria gebummelt. Zum Schluss sind wir dann in einer Bungalowanlage gelandet wo Touristen ihr Geld in Andenken lassen können. Doch man staune, niemand hat versucht uns etwas aufzudrängeln. Beschämte Blicke gingen zu Boden, als man die Verkäuferin erspäht hat. Das einzige, was mich interessiert hat, waren Originalnachbauten der Schiffe von Christoph Columbus und so habe ich mir gleich 3 davon zum Stückpreis von je 10.000 € mitgenommen (Witz). Jetzt folgten 2 Tage Mietwagen - Suzuki Samurai Allrad im Linksverkehr. Nach 3mal Blinken habe ich den Scheibenwischer abgebaut - alles seitenverkehrt!
Da wir dank der Inselrundfahrt schon alte Hasen waren, kannten wir all die einsamen Traumstrände, wo wir unbedingt hin mussten. "Anse Takamaka", "Anse Forbans", "Anse Royale", um nur einige zu nennen. Habe unterwegs in der Traumzeit von 3min eine Cocosnuss geknackt. Als mir die Soße dann über die Hose lief, stellte ich fest, dass Geniessen etwas anderes sein muß. Die "Anse Intendance", als einer der schönsten Strände gepriesen, hat leider eine sehr starke Brandung und weißt gefährliche Strömungen auf, was uns vom Baden abhielt. Zu allem Überfluß haben so manche Insulaner der wunderschönen Natur ihren Picknickmüll hinzugefügt. Touristen waren das mit Sicherheit nicht! Am Umweltbewusstsein muss auf den Seychellen noch gearbeitet werden. Aber alles in allem eine sonst recht saubere Insel. Etwas belebter aber völlig gefahrlos, mit idealen Bedingungen für Wassersport und den dazu gehörigen Angeboten, ist der 5km breite Beau Vallon im NW der Insel. Im Vergleich zu den anderen Stränden ist er aber ziemlich überfüllt mit Badegästen - etwa wie bei uns die Ostseestrände im März oder November.
Echte Paradiesgefühle bekommt man auf einer Wanderung zum Sauzier-Wasserfall bei Port Glaud. 20min leichte Wanderung anfangs durch eine "Laubenkolonie" dann Urwald und wenn man dann gegen eine kleine Gebühr das letzte Grundstück durchschritten hat, ist man völlig allein im Garten Eden, wo man sich mit herumliegenden reifen Sternfrüchten (Carambola) eindecken kann. Noch ein kurzes Stück und man steht vor diesem imposanten Wasserfall, der in ein Naturbecken plätschert, in dem man ein erfrischendes Bad nehmen kann. Mitgebrachte Decke auf den Fels legen, Banane linke Hand, Handy rechte Hand und mal kurz auf Arbeit anrufen, was die Kollegen gerade so machen. Es hat funktioniert. Übrigens sind die Telefonmasten auf den Seychellen aus Mahagoni - vielleicht deshalb die hohen Geprächsgebühren im Festnetz. Meine Frau wollte auch noch schnell ins Wasser hopsen, da hat sie gerade noch rechtzeitig eine 2m lange Languste entdeckt (Sie kann auch 20cm lang gewesen sein). Aus der Traum vom Badespaß! Beim Rückweg haben wir dann noch mal kurz Halt auf dem Hof des Grundstückbesitzers gemacht, ein Schwätzchen gehalten und eine Ausländerin mit Baby fotografiert (Falsch!, Hier sind wir ja die Ausländer!).
Wer den Kontakt mit anderen Menschen nicht scheut, kann auf Mahe' für 50 Cent den Bus benutzen. Das haben wir die restlichen Tage auch getan. Der Bus ist nie überfüllt und die Einheimischen benutzen Seife und Deo, putzen sich für die Fahrt in die "Stadt" heraus und sind sehr freundlich. Wer abends nach 18 Uhr loszuckelt, muss auf den Bus verzichten, denn der verkehrt nur von Sonnenaufgang - Sonnenuntergang. "Taxi" heißt dann das Zauberwort - Preise liegen im grünen Bereich. Oder zu Fuß, denn auf den Seychellen ist im Dunkeln gut munkeln. Plötzlich auftauchende Augenpaare erinnern einen daran, dass die Einwohner von dunkler Hautfarbe sind, Angst vor Überfällen braucht man nicht zu haben. Niemand bettelt und keiner versucht dir irgendeinen Ramsch anzudrehen. Tropenkrankheiten? Was ist das? Naturkatastrophen? Unbekannt! Giftige Schlangen, Spinnen oder gefährliche Raubtiere? Aber nicht hier! Selbst Moskitos oder andere abartige Quälgeister gibt es in Berlin-Brandenburg um ein vielfaches mehr. Wir scheinen hier also wirklich im Paradies zu sein. Doch das Paradies ist nicht umsonst, allerdings ist meine Kreditkarte zum Schweigen verpflichtet. Nur so viel sei gesagt: Ein Essen im Restaurant plus Getränk senkt den Kontostand um ca. 30€. Dafür kann man überall die phantastische kreolische Küche genießen. Wo wir gegessen haben? Bei uns im "Jardin des Palmes" auf Vorbestellung - der Koch reist eigens für dich an. "Anse Takamaka" direkt am Strand bei "Chez Batista" - Spitze! "Anchor Cafe", einfach drollig - kleine Story am Rande: Wir waren die einzigen Gäste und setzten uns auf eine Holzbank. Nach kurzer Wartezeit kamen 3 Köpfe hinter den anderen Tischen hervor. Sie gehörten zu den Köchinnen, die sich zur Mittagszeit schlafen gelegt haben. Dann sahen sie uns, guckten sich an und gackerten wie die Hühner, weshalb wir auch Chicken Curry bestellten - sehr lecker, preiswert, und wenn wir hier von preiswert reden, dann handelt es sich um 20€ pro Essen, und natürlich wie überall auf den Seychellen frisch zubereitet. Ein gutes Bier dauert im "Anchor Cafe" 20 min., allerdings nicht frisch gezapft, sondern vor deiner Nase in 5m Entfernung auf dem Tresen abgestellt, dann hatte ich die Faxen dicke und holte es mir selbst, bevor die Brühe noch zu kochen anfing. Trotz allem war die gute Laune einfach nicht weg zu bekommen und so alberten wir mit dem Personal herum, dass gerade nach langer Hetzjagd anscheinend das Huhn gefangen hatte, welches auf unseren Tisch sollte. Das "Chez Blume" an der Anse Boileau hat tolle Atmosphäre zum Klasse Essen und auch irgendein Restaurant im Urwald, wo uns die Busrundfahrt hinführte, hatte ein super Buffet. Ganz gleich, wo wir unsere Mägen füllten, es war immer sehr schmackhaft und abwechslungsreich. Es fehlten nur noch die fliegenden gebratenen Tauben und die Flüsse aus Milch (besser Wein), dann wäre das Schlaraffenland perfekt.
Hinweis für Kiffer: Ein Joint kann dich bis zu 7 Jahren Knast kosten! Die erste Woche ging dem Ende zu und das Beeindruckenste für mich war die Erfahrung nach jahrelanger Abstinenz wieder freiwillig Unmengen von sonnengereiftem Obst gegessen zu haben, darunter Papayas von der Größe unserer Melonen und vor Saft triefend. Wahrscheinlich ein Genprodukt! Letztes Frühstück am Pool zur Musik von Deuter oder Rick Wakeman, winke winke und samt Gepäck ab ins bereit stehende Fahrzeug zum Flughafen. Nach 15min Gewackel setzt die kleine Maschine auf der Piste in Praslin auf. Neuer Dienstwagen, neuer Fahrer, neues Glück. Der Mann kennt alle deutschen Fußballer, doch bevor wir mit der Mannschaftsaufstellung fertig sind, haben wir die "Anse Possession" erreicht. Draußen vor der Bucht liegt sie, die …

Sea Shell - 2Mast-Schoner aus Holland, gebaut in den 20ern, deutscher Einbaudiesel aus den 60ern, 40m lang, 7m breit, 1500qm Segel, 8 Doppelkabinen, einfach geil!
George und Gilbert von der Crew steuern mit dem Beiboot das Ufer an. Das Ziel: Unsere Koffer. Jetzt stapfen wir zu viert durch seichtes Wasser zum Boot. Ab geht's! Eine Ehrenrunde ums Schiff, erste Fotos, dann legen wir an. 150 Babybananen hängen an einer Staude zur Begrüßung an Deck (sonnengereift). Wir beziehen unsere kleine Kajüte und machen uns dann mit den anderen Gästen, die im Laufe des Tages eintrudeln, bekannt. Wir sind 6 Pärchen, 4x deutsch, 1x englisch, 1x Franzman. Unser Kapitän, Till, begrüßt uns in der Messe und stellt uns die Mannschaft vor. Und schon gibt's das erste Mal: Happa Happa, das Mittagsbüffet. Danach segeln wir los nach St. Pierre, Island zum baden und schnorcheln. Nachdem wir den Sonnenuntergang bewundert haben gibt's, na, wer ahnt es…? Richtig: Happa. Happa: Grillfisch, Reis, Papayagemüse und lecker Kompott. Essen wird hier langsam zur Tortour, wenn man aufhören sollte, obwohl man nicht möchte, da man noch kann - weil es immer hammermäßig schmeckt. Endlich dann die erste Nacht unter Deck in unserer kleinen Kajüte bei völliger Ruhe auf unserem Segelschiff… hatte ich gedacht, dabei allerdings vergessen, dass der Generator für den Strom der Kühlanlagen, das Licht und die Pumpen rund um die Uhr läuft und sein Schwingen die Resonanzleiter aller möglichen Klappergeister streift. So setzte in regelmäßigen Abständen ein Dröhnen direkt unter unserem Bett ein, dass mich aus dem Halbschlaf riss. Da half nichts, hoch die Matratze und den Bettkasten gelüftet. Da war sie! Eine abgeknipste Dieselleitung aus den 50ern, die schon lange nicht mehr benötigt wurde und einen halben Millimeter von der Bordwand entfernt ihre Arbeit im Orchester verrichtete. Kurzerhand weg gebogen und endlich konnte ich mich einer anderen Dröhnung zu wenden, meiner Metaxaflasche, die ich heimlich an Bord geschmuggelt hatte. Luft aus dem Zahnputzglas gelassen und die Kellergeister über die Speiseröhre geführt - der Schlaf war gesichert!
Tag 2. Gleißendes Licht schoss uns in die Augen, als wir aus der klimagekühlten Messe aufs sonnenüberflutete Deck traten. Erster Halt: Die Bananenstaude, 3 Stück verdrückt uns ab ins Wasser. Frühstück, Schorcheln, Tauchen, das alltägliche Programm hier auf dem Schiff war gerade am Laufen, da wurden die Segel gesetzt und die Fahrt nach Curieuse aufgenommen, einer Insel auf der eine Riesenschildkrötenfarm ihr zu Hause hatte. Nach deren Besuch wanderten wir durch Mangrovenwald vorbei an Millionen von Krabben, die aus ihren Löchern am Wegesrand herausguckten und nur darauf warteten, gemeinsam auf uns zu stürzen um uns aufzufressen (Alfred Hitchkok - Die Krabben). Blödsinn! Bei jedem Schritt in Richtung dieser Monster verkrochen sie sich feige im Sand. "Gemeinsam sind wir stark" braucht auch hier einen Anführer und der fehlt eben. Nach 5 Tagen, es kann auch eine Ύ Stunde gewesen sein, verließen wir den Urwald um, welch ein Wunder, an einem Barbeque teilzunehmen. Danach schleppten wir uns zum Traumstrand und badeten ausgiebig. Um 15 Uhr ging's zurück zum Schiff und wir relaxten auf Deck bis uns der Duft von frisch gebackenen Schokoladenkuchen und Vanilletee aus unseren Träumen holte. Danach wurden die Segel gesetzt und es ging nach Hause in die "Anse Possession". Unterwegs versuchten wir uns im Schleppangeln mit Handsehnen, denn wir brauchten schließlich frischen Fisch, niemand sollte hungern! Die Ausbeute war beachtlich und auch die Größe mancher Exemplare. Dennoch gab es zum Abendbrot anderen Fisch, auch lecker und gebackene Bananen in Caramelsoße - hört sich nicht gerade nach Diät an. Wir waren eben im Scharaffenland und da wird jede Modelfigur in Kürze zur Moppelfigur!
Tag 3. Unser Ziel ist die Insel La Digue. Nachdem uns das Dingi zu Land gebracht hatte, wanderten wir zur Anse Source de S'Argent, dem Postkartenstrand der Seychellen schlechthin, wo die Werbebetrüger die Filmaufnahmen für Bacardi in der Karibik gedreht haben. Vielleicht haben sie auch zuviel von dem Zeug gesoffen und sind an Cuba vorbeigesegelt und nach monatelanger Irrfahrt auf La Digue gestrandet, in dem Glauben Thaiti entdeckt zu haben. Da bekommt man schon feuchte Augen, bei solch faszinierender Natur. Hier bleiben wir bis 17 Uhr, um 18 Uhr geht die Sonne unter, doch da waren wir schon wieder an Deck beim Essen.
Tag 4. Ausflug ins Vallee' de Mai, dem Tal der Coco de Mer, der sagenumwobenen Doppelkokosnuss mit bis zu 20 kg Gewicht. Ein Kleinbus zuckelt mit uns vom Ufer bis vor die Eingangspforte des Naturparks. 2 - 3 Stunden im Millionen Jahre alten Palmenwald im ständigen Schatten wandern ist recht angenehm. Für mich völlig neu: Es gibt weibliche und männliche Palmen und die Samen von denen erinnern auch sofort daran. Ist schon irre diese Pflanzenwelt in diesem Tal. Wir verabschieden uns und der Kleinbus rauscht mit allen Passagieren zum "Cote D'or", Traumstrand Nummer so und soviel. Schneeweißer Sand so fein wie Pulver und so hart wie Beton, wo er naß ist. Wieso sind die Strände eigentlich fast immer menschenleer? Sind alle Einwohner arbeiten in der Fabrik? Ein Schlauchboot legt an, 2 Schweizer Ehepaare steigen aus und kehren kurz danach mit 4 Kästen Bier zurück. Proviantshuttle für den Katamaran, der draußen vor Anker liegt. Wir setzen auch wieder zur Seashell über und schnorcheln ein bisschen um's Schiff.Irgendjemand feuert unsere Küchenabfälle über Bord und in Windeseile bin ich von Unmengen Fische umringt. Kaum zu glauben, die dicken Dinger lassen sich sogar streicheln. Wieder an Bord werden die Segel gesetzt, denn ein frischer Wind kommt auf, den will der Käpt'n nutzen, um mal unter vollen Segeln ein paar Stunden durch's Meer zu pflügen. Und weil er ein netter Kerl ist, lässt er mich ans Ruder für die ganze Zeit. Ein Heidenspaß! Die anderen Passagiere sitzen hinter mir im Halbkreis und geben sich die Kante, irgendwer hat Geburtstag und da muß man schon mal kräftig anstoßen. Kurz vor der absoluten Traumbucht an der "Anse Lazio" wird mir allerdings etwas mulmig: Der Käpt'n und die Crew sind verschwunden. Wenn das noch eine Viertelstunde so weiter geht, mische ich die Katamarane, die vor uns in der Bucht ankern, mit unserem Schoner schonungslos auf. Verzweifelt suche ich die Bremsklappen da klopft mir der Käpt'n grinsend auf die Schulter und ich sehe, wie die Mannschaft die Segel einholt. Beruhigt kann ich mich jetzt setzen - ich hatte schon das ganze Bier zu Bruch gehen sehen, bei dem Aufprall.
Tag 5. Aride - die Vogelinsel wird heute angesteuert. Wir fahren bis auf 500m mit dem Schiff heran, weiter lässt der Tiefgang unseres Schiffes es nicht zu. Die Massen von Vögel machen einen Heidenlärm und die starke Brandung ist auch nicht zu überhören. Nachdem wir unsere Schwimmwesten angelegt haben, werden wir in 2 Gruppen eingeteilt und mit Schlauchbooten unter Vollgas durch die Brandung an den Strand katapultiert. Na dann mal schauen was hier abgeht. Hier wurde sicher Hitchkoks - "Die Vögel" gedreht, Statisten sind jedenfalls genug vorhanden. So oft hat mir noch niemand einen Vogel gezeigt, wie an diesem Tag. Natürlich müssen diese Viecher auch mal auf Toilette und das ist nicht zu übersehen. Auf der Insel leben 7 Forscher, die sind mit Sicherheit von den Grünen. Es gibt weder Strom (doch einen Dynamo haben sie sich gebastelt) noch Trinkwasser (doch, denn der Regen wird ja schließlich in Behältern aufgefangen) und mit Bier iss' ganz Ebbe. 1x die Woche ist Shopping mit Schlauchboot nach Praslin, aber nich' mehr von August bis Februar, da ist die Brandung so stark, dass ein Ablegen unmöglich ist. Selbst die Nachbarinseln sind unter der meterhohen Brandung nicht mehr zu erkennen, da kommt der Pizzabäcker gelegentlich mit dem Hubschrauber und wirft Spenden ab. Nee, hier ist nicht gut Kirschen essen. Meine Trauminsel stell' ich mir anders vor. Wir haben's vorher gewusst: Wer mit der Brandung an Land geschwemmt wird muß gegen die Brandung wieder hinaus aufs Meer. Also Schwimmwesten wieder angelegt und hinein in die Gummijolle. Der Heckmotor wird angeklappt und schon an Land angerissen, die kurze Zeit läuft der auch ohne Kühlwasser, möchte sein, denn wir haben heute auch noch kein Bier gesehen. Vier Helfer schieben uns Touris samt Boot gegen die Urgewalten auf See. Nachdem die 3. Welle unser Boot geflutet hat, haben wir genug Tiefgang und der Motor wird zum Einsatz gebracht. Ein erfahrener Skipper springt ins Boot (wenn der 17 war, dann war der alt) und ab geht die Luzie! Einfach geil! Der Gummidampfer stand zeitweise fast senkrecht, doch wir haben es geschafft. Zum Dank für die Schinderei schicken wir den Jungen mit ein paar Pizzen und etlichen Bier zurück an Land, die andere Truppe holen. Als alle wieder an Bord waren, verlassen wir Aride und segelten zum Ave Maria Rock. 16m tief ist das Wasser um diesen kleinen Felsenhaufen. George bringt mich mit dem Dingi ziemlich nah an das Inselchen und dann schnorchel ich, bis der Arzt kommt und beobachte dabei unsere Hobbytaucher, wie sie da ganz unten eine Wasserschildkröte jagen. Weiter geht's wieder zur Anse Lazio, unserem perfekten Strandidyll. Es gibt Torte! Uwe, ein Passagier, wird 40. Danach hopsen wir in Kajaks und paddeln bis zum Sonnenuntergang.
Tag 6. Letzter Tag auf See. Heute liegen wir denn ganzen Tag vor Anker in der Anse Lazio. Die Bucht ist aber auch zu schön, da möchte man sowieso nicht weg! Das Beste: versteckt unter Palmen liegt das kleine Restaurant "Bon Bon Plume". Winfried und ich nehmen am Biertisch Platz und wir zischen 2 kühle Blonde, mehr lässt der Geldbeutel nicht zu. Baden, schlendern, schnorcheln, essen, trinken und wieder von vorn, so geht der Arbeitstag voran. Abends wird schnell noch ‚ne Runde Wasserski eingeläutet, dann sieht man's dunkel tuten. Große Fischplatte wird jetzt aufgetischt, danach gibt's Hochzeitstorte. Zu Hause werd' ich als erstes all' unsere Spiegel quer aufhängen. Kofferpacken ist angesagt. Dann wird Kasse gemacht. Jetzt rächt sich mein Durst. Bis tief in die Nacht sitze ich heute unterm Sternenhimmel mit Frauchen.
Heute ist Samstag, Tag der Ausschiffung! Mit einer Träne im Knopfloch verlassen wir das Schiff und seine freundliche Crew. Unser Taxi bringt uns zum Hafen von Praslin. Von hier legt die Fähre nach La Digue ab. Beim Betreten des kleinen Motorseglers werden unsere Koffer unter Deck verstaut und die Ladeluke fest verschlossen. Kurzer Blick auf See, alles klar, der Seegang macht's erforderlich. 30 min wird die Überfahrt dauern und los geht's! Gleich nach Verlassen des Hafens gibt's die erste Breitseite. Danach wird jede 7. Welle zur Volldusche für alle, die vorn an der Reling stehen. Ich bin unter denen. Die Frauen in ihren weißen Blusen neben mir machen eine gute Figur. Meine Frau sitzt in der Mitte des Schiffs und wechselt regelmäßig die Gesichtsfarbe - Seegang dieser Art ist nicht ihr Ding. Zum Glück ist jetzt Ende Mai, im August soll sich das Boot fast überschlagen. Aber alles hat ein Ende… und schon laufen wir ein, in den Hafen von…

La Digue - 5x3 km, 3000 Einwohner.
Wir verlassen die gemütliche Fähre, meine Frau bekommt wieder normale Gesichtsfarbe, und so wackeln wir beide unserem Ochsenkarren entgegen. Koffer rauf und beschaulich rollen wir zum "Calou-Guesthouse" . Der Besitzer, Klaus, ein Deutscher aus Bayern, empfing uns am Eingang zum Grundstück und gab erst mal ein Begrüßungsbier aus. Unser Bungalow war sauber und zweckmäßig eingerichtet, Dusche mit w+k Wasser, Klo, großes Bett, alles was 2 Menschen so brauchen.
Kurz nach Mittag machten wir uns auf den Weg zum "Nid d' Aigles" , dem höchsten Berg der Insel in 333m Höhe. Klingt vielleicht lächerlich aber nicht bei 85% Luftfeuchtigkeit und einer Glimme von 32 Grad. Zum Glück gab es unterwegs auch schattige Abschnitte. Oben auf dem Gipfel wurde die Mühe mit einem grandiosen Rundblick auf die Nachbarinseln belohnt. Fotosession war angesagt. Hinunter nahmen wir einen anderen Weg, der uns an dem Restaurant "Bellevue" vorbeiführte. Ein absolutes Muss! Der Besitzer nagelte gerade an einer Nachbarhütte die Palmenblätter fest, als wir eintraten. 2 Gäste, das muß sich lohnen und sofort beendete er seine Arbeit und verschwand. Erst mal in die Runde geschaut und den Ausblick genießen. Dann das Größte: Ein Pool gleich neben der Treppe. Einfach Klasse! Wir sprangen hinein, lehnten uns auf die Brüstung und träumten hinunter ins Tal. Nach dieser Erfrischung war der Rückweg ein Klacks. Frauchen hat sich erst mal aufs Bett gehauen, während ich auf Bierreise ging. Beim Schlendern an der Straße hörte ich von überall her Raggaemusik aus den Hütten klingen, dazu die Palmen, Sonne und ausschließlich freundliche Gesichter. Da muss man einfach Superlaune haben.
Gegen 19.30 Uhr beim Dinner, lernten wir die anderen Gäste kennen: 1 Ehepaar aus Frankreich, 2 Mädels aus Stuttgart und Werner mit Frau aus Berlin-Neukölln. Werner hatte eine Menge zu erzählen von seinen Reisen in alle Welt. Wir lauschten ihm zu bis spät in die Nacht. Irgendwann langte die Müdigkeit dermaßen zu, dass wir erschöpft in die Falle sackten.
Um 8.00 Uhr hatten wir uns alle wieder zum Frühstück versammelt. An der kleinen gemeinsamen Tafel nahm Klaus mit uns zusammen die Mahlzeiten ein. Hier kocht Muttern! Lecker, lecker! Klaus hat uns zuvor immer erklärt, was in den Töpfen ist. Wir müssen los, zum Hafen, brauchen Fahrräder. Der Verleiher drückt uns für 20 € am Tag, 2 Möhren in die Hand. Kaum 5 km gefahren und schon verliere ich die rechte Pedale von meinem Schrott. Da naht Werner mit seinem Leatherman und schraubt das Teil wieder an. Das passiert mir noch ganze 3x, dann tausche ich die Mühle um. Wir radeln zur "Grand Anse". Ganz schön heftig, die Brandung, egal denn wir wollen ja wandern. Also Bikes an den Baum gestellt (Anschließen, wieso? Wer die Dinger klaut wird eh' vom Hehler erschlagen). Wir haben uns vorgenommen über die "Petite Anse" zur "Anse Cocos" zu pilgern. Es ist eine einfache Wanderung größtenteils durch schattigen Palmenwald und am Strand entlang. Reiner Zeitaufwand dafür = 3h. In der "Anse Cocos" kann man gefahrlos baden. Wir sind völlig allein am Strand. Hier mache ich Jagd auf eine Riesenkrabbe. Obwohl das Teil quer zur Fahrtrichtung läuft hat sie ordentlich Dampf drauf. Nach einer Viertelstunde gebe ich mich geschlagen und hau mich erschöpft in den Sand. Zurück in der "Grand Anse" schnell noch ein Erfrischungsbad und dann mit dem Bicycle die Straße lang geblasen. Heute abend geht's noch mal an die "Grand Anse" zum üppigen Barbeque in der Strandbar. Diesmal aber nicht mit dem Fahrrad, sondern mit einem Pickup wurde die ganze Meute hingekarrt. Gegen 21 Uhr fallen wir knille ins Bett.
Am nächsten Tag haben wir uns die Nord- und Ostküste unserer kleinen Insel vorgenommen. Vorbei an einer Tankstelle (Unser TÜV würde abkotzen) und an einladenden verlassenen Buchten. Obwohl es überall schöne Strände gibt, kann man bei weitem nicht an jedem baden - die Strömung ist einfach zu gefährlich. Wir radeln vorbei an schlafenden Straßenbauarbeitern, die sich zur Mittagsruhe mitten auf die Fahrbahn gelegt hatten und erreichen abrupt das Ende der Straße?! Hier hat irgendwer mal "Pause" gerufen und den Hammer fallen lassen. Oder der Beton war zu Ende und nun wartet man auf neue Lieferung. Nun ja, bei einer Handvoll Autos kann kaum ein Verkehrschaos ausbrechen. Wir machen es uns auf einem Felsen im Wasser bequem, der eben noch voller Krabben, bei unserem Betreten respektvoll geräumt wurde. Ich schlendere ein Stück an der Straße entlang und entdecke ein Spinnennetz, so groß, wie eine Bettdecke. 3 monstermäßige Spinnen, handtellergroß, hängen bewegungslos darin herum. Mit einem Stock bewaffnet, pieke ich vorsichtig ins Netz. Ich denk' ich spinne, die Spinne Nr. 3 rast im Bruchteil einer Sekunde heran und sitzt auf dem Stock, den ich erschrocken fallen lasse. Eigentlich wollt' ich ja mit dem Finger da rein stechen. Trotzdem ich weiß, dass es keine giftigen Spinnen auf den Seychellen gibt, möchte ich nicht unbedingt von solch einem Riesenteil erkundet werden. Auf dem Rückweg badeten wir noch in der "Anse Severve", einem ungefährlichen Strandabschnitt. Zurück im Calou von Klaus betraten wir die Schaltzentrale seiner Macht, der Raum, wo sein PC steht. Wir wollen 6 e-mails in die Heimat schicken. Nach 30 min haben wir's geschafft und 6 € weniger in der Tasche. "DSL ist an vielen Orten verfügbar", aber nicht hier - wozu auch? Nächster Tag: Heute ist der 01. Juni 2004! Silberhochzeit! Simone und Bernd haben sich schick herausgeputzt. Simone wurde eingekleidet von C&A mit einem schicken Strandkleid und Badelatschen von Puma. Bernd wurde eingekleidet von H&M mit einer Badeshorts in schwarz und Badelatschen von Puma. Erst mal die Drahtesel zurückgebracht und noch mal zum absoluten Traumstrand "Anse Source d' Argent" gedackelt. Am Eingang zum Union-Estate, dem vorliegenden Park, werden noch mal 3€ pro Person abgedrückt. Wer sie noch nicht gesehen hat, kann hier in einem Gehege Riesenschildkröten bewundern. Am Ende des Parks liegen dann auch schon die großen Klamotten aus Granit, die dann den Special-Strand umsäumen. Wir verbringen den ganzen Tag in dieser einmaligen Umgebung. Wer ein wenig vom Fotografieren versteht, weiß hier die Zeit um 17 Uhr zu schätzen. Ich ratter die Filmrolle komplett durch, ein Bild wird schon das Non plus ultra werden. Heute abend wird noch einer auf die Lampe gegossen, 25 Jahre sind geschafft! Wir gehen zu Bett und Simone schaut noch mal zur Decke, da erstarrt ihr Blick vor Entsetzen: Eine Spinne von der Größe einer Untertasse (incl. Beine) hat es sich direkt über der weiblichen Betthälfte bequem gemacht. Mein Vorschlag, die Seiten zu wechseln wird mit Tippen des Fingers an Simones Stirn beantwortet. Also Klaus muss ran! Der kommt auch und entsorgt das Achteck mittels Latschen von der Decke. Ich hab schon so manches Geräusch hinter dem Nachtschrank gehört und halte mal lieber die Klappe, um nicht das große Umräumen auszulösen. Nachtruhe! Aufbruch am nächsten Morgen nach Praslin. Doch zuvor wird noch Kasse gemacht. Der Ochsenkarren fährt vor und traurig verlassen wir das Gehöft. Für die Seychellen war das eine preisgünstige Unterkunft mit Klasse Essen: 65.- € pro Person und Tag bei Halbpension im Doppelzimmer. Der schaukelnde Segelschoner bringt uns zurück nach…

Praslin - 2.größte Insel der Seychellen, 13x5 km, 8000 Einwohner.
Wir fuhren zum "Acajou", einem Hotel, welches ganz aus Mahagoni erbaut wurde. Unsere Wahl fiel auf diese Unterkunft, da wir zur Silberhochzeit uns einmal etwas Luxus zum erschwinglichen Preis leisten wollten ( 160.- € p.P. / HP im Doppelzimmer). Okay, billig ist das gerade nicht, aber auf den Seychellen werden dir noch ganz andere Preise angezeigt. Das Buffet, was die abends in Stellung bringen, war allerdings das Beeindruckendste, was meine Augen je gesehen hatten (und mein Magen erst mal!). Keine Schlacht am kalten Buffet, denn hinter jeder Speise stand ein Koch, der kein "STOP!" verstand, wenn er deinen Teller zu fassen bekam. So viel Sorten Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst und Torten, wo alles phantastisch schmeckt, ist schon ein Traum! Dazu etliche frisch gepresste Obstsäfte! Von den Resten, die wir nicht verspeist hatten, konnte man locker 3 Dörfer ernähren.
Gut, man hat das einmal erlebt, aber trotzdem ist dies nicht mein Ding, denn die meisten Gäste wollten anscheinend unter sich bleiben - die Stimmung bei Klaus, im Calou auf La Digue, war jedenfalls lustiger. Am Pool wurde andächtige Ruhe bewahrt - kein Ort für Kinder! Natürlich würde sich hier kein Schwachmatiker Liegen mit Handtuch reservieren. Direkt vor dem Hotel war der Strand - menschenleer, sauber und von allererster Qualität. Er ist, wie alle Strände auf den Seychellen, für jeden zugänglich. Wir sind ein paar Kilometer auf und ab spaziert, haben gebadet und faul in der Sonne relaxt. An diesem Strand, der "Anse Volbert" sind einige First-class Hotels angesiedelt und dennoch ist niemand zu sehen. Es ist der Ort, wo man absolut abschalten und Energie auftanken kann. Die letzten beiden Tage haben wir so abgegammelt, auch mal ganz erfrischend. Eigentlich wollten wir noch mal zur "Anse Lazio", meiner Meinung nach, der schönste Strand der Seychellen, schon wegen der Destille im Hintergrund, doch wir waren einfach zu faul.

Fazit: 3 Wochen Urlaub für 2 Personen auf den Seychellen mit Taschengeld für knapp 9.000,- € ist kein Pappenstiel, hätte man auch billiger haben können und trotzdem bereuen wir keinen Cent! Allein die 1 Woche Segeltörn hat mit über 3 Riesen zu Buche geschlagen, musste aber unbedingt sein. Gebucht haben wir bei Trauminselreisen. Die haben die volle Bandbreite von preiswert bis schweineteuer drauf. Belesen habe ich mich im Seychellen - Reiseführer von Dumont. Unbedingt die Lage der Unterkünfte nach Jahreszeiten, Monsunwinde treiben Seegras ans Ufer, auswählen! Den schönsten Strand kann man leider vergessen, wenn man nicht baden kann.
Was mir zum Schluß noch so einfällt:
-Impfungen sind nicht notwendig
-Camping ist auf den Seychellen verboten
-Partykönige sollten lieber woanders buchen
-Essen ist überall Klasse
-Selbstversorger haben es schwer, da meistens keine Küchenausstattung in den Unterkünften ist.

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